Schön, dass wir uns gefunden haben<3
Ich bin Lina, 21 Jahre alt und sitze wegen einem versuchten Suizid im Rollstuhl, mit der Diagnose Querschnittlähmung ab dem 4. Halswirbel. Im August 2024 bin ich nach 1,5 Jahren Reha zum ersten Mal wieder nach Hause gekommen und muss jetzt lernen, wie mein Leben im Rollstuhl weitergeht.
Worum geht es hier eigentlich? Was ist meine Intention mit dem Blog?
Die Seite soll mein – wie auch euer – Safespace werden. Ich werde hier ganz viel aus meinem Leben erzählen und darüber schreiben, wie es ist, mit der Einschränkung zu leben.
Meine Intention ist es, euch zu zeigen, dass ihr noch stärker seid, als ihr denkt. Ich möchte auch Menschen erreichen, die mit psychischen Erkrankungen oder Problemen zu kämpfen haben. Unsere Gedanken können uns das Leben so unglaublich schwer machen, dass wir ganz leicht in Depressionen etc. reinrutschen können – aber nur sehr schwer wieder rauskommen.
Ich meine, erinnert euch mal an die Coronazeit zurück. Wer hilft uns danach? Psychologen, bei denen du 9 Monate auf einer Warteliste stehst? Nur um dann gesagt zu bekommen, dass sie die Liste komplett schließen, weil alles überfüllt ist?
Und genau deshalb brauche ich diesen Ort hier.
Einen Ort, an dem wir ehrlich sein dürfen. Ohne Maske. Ohne Filter. Ohne Angst, zu viel zu sein.
Ich hab in den letzten zwei Jahren oft gedacht: Niemand versteht das, was in mir abgeht. Aber dann hab ich gemerkt – es gibt viele von uns. Viele, die mit einer Vergangenheit kämpfen, die schwerer wiegt als jeder Rollstuhl. Viele, die sich verloren fühlen in einer Welt, die ständig verlangt, dass wir funktionieren.
Ich schreibe hier nicht, weil ich alle Antworten habe. Ich schreibe, weil ich weiß, wie sich Einsamkeit anfühlt. Wie lähmend Hilflosigkeit sein kann – ob körperlich oder psychisch. Ich will, dass du dich beim Lesen ein Stück weniger allein fühlst. Und vielleicht erkennst: Auch mit Schmerz kann man schön leben. Auch mit Einschränkungen kann man Freiheit spüren. Und auch mit dunklen Gedanken kann man Licht machen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere.
Manchmal reichen Worte.
Manchmal brauchen wir sie, um weiterzumachen. Deshalb werde ich hier schreiben – über Fortschritte und Rückschritte, über Therapie, über Pflege, über Liebe, über Wut, über Hoffnung. Und manchmal auch einfach über Alltagskram, weil auch der dazugehört.
Wenn du das hier liest: Danke. Danke, dass du da bist. Danke, dass du mir deine Zeit schenkst. Ich hoffe, du findest zwischen meinen Zeilen etwas, das dir Mut macht.
Bis ganz bald,
deine Lina 💛

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